Per Rad gemeinsam das Landleben erkundet

  • Per Rad gemeinsam das Landleben erkundet


Ein Fahrrad macht nicht nur mobil, sondern es verbindet. Ganz in diesem Sinne starteten zu Beginn der interkulturellen Woche die Mitarbeiter der Freiwilligen- Agentur handfest und der Fahrradwerkstatt mit den Teilnehmern aus unterschiedlichen Herkunftsländern, ins Grüne nach Alstätte.

Bereits kurz nach dem Start wurde das Können der Werkstattmitarbeiter herausgefordert. Mit guter Ausstattung und fachlicher Routine wurde eine zerrissene Fahrradkette repariert, so dass die Fahrt schon bald fortgesetzt werden konnte.

Ewald Weddewer, langjähriger Tourenleiter des ADFC, führte die Gruppe auf verschlungenen Pfaden durch die Natur des Münsterlandes. Aber nicht nur die grünen Laubwälder und Brombeersträucher am Wegesrand, sondern vor allem die Maisernte mit Maihäcksler und Traktoren machten neugierig. Es wurde viel gefragt und die Einheimischen versuchten landwirtschaftliche Zusammenhänge zu erläutern. Ein irakischer Mann erinnerte sich beim Vorbeifahren eines Kuhstalls gern an den Geruch von Viehhaltung in seiner Heimat. Als ehemals Tierhalter im Irak zeigte er großes Interesse auch hier zu arbeiten, müsse aber zuvor noch vor allem seine Deutschkenntnisse verbessern.

Dazu gab es an diesem Nachmittag reichlich Gelegenheit. An der Haarmühle angekommen freuten sich alle auf Kaffee und Kuchen. Im Anschluss stellte die Erkundung der Wassermühle ein weiterer Höhepunkt dar. Einige Teilnehmer sahen auch hier Verbindungen zu ihrem Herkunftsland, wo hauptsächlich mit Wasserkraft das Getreide in einer Mühle gemahlen wurde. So wurden nicht nur kulturelle Unterschiede, sondern auch viele Gemeinsamkeiten ins Bewusstsein gerückt.

Nach 30 gefahrenen Kilometern endete die interkulturelle Fahrradtour mit interessanten Begegnungen und vielfältigen Erlebnissen am Handfest-Büro. Die Organisatoren waren sich einig, dass die Fahrradtour im nächsten Jahr wiederholt werden sollte. Ghitta eine junge Frau, die gerade erst das Fahrradfahren erlernt hatte, meinte abschließend: „Es war ein ganz schöner Nachmittag. Alleine weiß ich nicht, wo ich fahren muss und heute habe ich wieder einige neue Menschen kennen gelernt!“





Ehrenamtliche Mitarbeiter für die Fahrradwerkstatt gesucht!

Die Freiwilligen-Agentur Ahaus lädt am Mittwoch, 29. März um 14.30 Uhr zu einer Infoveranstaltung über die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge in das Cafe‘ handfest ein. An diesem Nachmittag wird über die ehrenamtliche Mitarbeit, die Aufgaben und die Einsatzmöglichkeiten in der Werkstatt informiert.

Daniel Bertsch, der die Fahrradwerkstatt gegründet hat, sucht Mitstreiter, die zusammen mit den Flüchtlingen aus den gespendeten Fahrrädern wieder funktionstüchtige Räder zusammenbauen können. Nachdem zahlreiche Fahrräder und Sachspenden eingegangen sind, braucht das Projekt nun weitere tatkräftige Unterstützung. Gesucht werden ehrenamtliche Mitarbeiter, die technisches Verständnis und die Hilfsbereitschaft haben um die Idee der Werkstatt fortzuführen: Nach wie vor müssen Flüchtlinge auf dem Land mobil sein. Dazu brauchen sie ein Fahrrad. Zum anderen brauchen sie Beschäftigung. Beides kann mit der Fahrradwerkstatt erreicht werden. Alle Interessierten, die offen sind für neue Kontakte oder einfach nur gemeinsam mit anderen Schrauben und Reparieren wollen, sind eingeladen sich in der Werkstatt einzubringen. Dazu gibt es weitere Infos im Cafe` handfest an der Schlossstraße 16. Eine Anmeldung Ist nicht erforderlich.

Leseförderung – Helfer für die Grundschule gesucht

  • Leseförderung – Helfer für die Grundschule gesucht

Fünfundzwanzig Frauen und vier Männer waren in die Villa van Delden gekommen um sich über ein ehrenamtliches Engagement in der Leseförderung zu informieren. Frau Litmeier war erstaunt und erfreut über die große Resonanz. Es begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde: warum man Leselernhelfer werden möchte.
Wer war gekommen? Da waren die pensionierten Lehrer/innen, die auch weiterhin mit Kindern arbeiten möchten, da waren die Mütter, die auch eine Chance für benachteiligte Kinder wollen und da waren die Omas, die Sinnvolles in ihrer freien Zeit tun wollen.
Frau Litmeier erklärte welche Aufgaben die Leseförderung hat, warum Lesekompetenz so wichtig ist. Von einigen Anwesenden, die bereits "Leselernhelfer" sind, gab es Anregungen, wie man eine Lesestunde gestalten kann.
Übrigens wird die Auswahl der Kinder, mit Zustimmung der Eltern, von der Schule vorgenommen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Frau Tenhumberg von der Stadtbücherei eine große Auswahl an Büchern vor, die man einsetzen kann. Angefangen mit dem einfachen Bildwörterbuch über Bildgeschichten bis hin zu etwas umfangreicheren Texten, für jeden  war etwas dabei. Für die, die keine Geschichten mögen, gab es eine Anzahl von interessanten Fachbüchern.
In Zukunft werden durch die Flüchtlingskinder sicher viele neue "Leselernhelfer" gebraucht. Wenn auch Sie ein Kind zum Lesen verlocken wollen, freut sich die "Agentur Handfest" sicher über Ihren Anruf.