Reise durch die Geschichte der Heilpflanzen

  • Reise durch die Geschichte der Heilpflanzen

 

Bei wunderschönem Spätsommerwetter besuchte die Gruppe von „Treff 55 plus“ den Apothekergarten in Weseke. Am Eingang begrüßte Birgit Bölker die Besucher und nahm sie mit auf eine Reise durch die Geschichte der Heilpflanzen. Erster Haltepunkt war ein Baum, der längst nicht allen bekannt ist und ursprünglich aus China stammt, ein Gingko mit seltsam geformten Blättern. Der Extrakt aus diesen Blättern hilft bei einem breiten Spektrum von Beschwerden, wie z. B. bei nachlassenden Gedächtnisleistungen und Schwindel. Der spiralförmig angelegte Garten führte die interessierten Gäste zu zahlreichen Beeten, in denen auch viele bekannte Kräuter und Pflanzen wachsen, deren Wirkungsweise aber heute nicht mehr allen bekannt ist. Frau Bölker, die als PTA in einer Apotheke arbeitet, erläuterte fachkundig die Bedeutung, die Wirkung und die Anwendungsmöglichkeiten vieler Gewürzkräuter bei alltäglichen Beschwerden wie z.B. Majoran, Rosmarin, Salbei, Melisse, Schafgarbe bis hin zu Strauchpflanzen wie Weißdorn, Wacholder und Holunder. Zusätzlich gab es eine Kostprobe von selbst hergestelltem Bärlauchpesto. Birgit Bölker hatte aufmerksame Zuhörer und interessierte Gesprächspartner, die gerne ihre Tipps und Ratschläge für den heimischen Gebrauch notierten und angetan waren von den kurzweiligen Informationen. Für alle Beteiligten war der spätsommerliche Vormittag in einer angenehmen Umgebung ein Gewinn in jeder Hinsicht.

 

 

 


Eine Geschichtsstunde in Bild und Wort

  • Eine Geschichtsstunde in Bild und Wort



… erlebten die Besucher der Gruppe „Treff 55 plus Kultur“ in Asbeck beim Rundgang durch die Ausstellung „Geistliche Herrschaft – als im Münsterland Bischöfe, Äbte und Äbtissinnen regierten“ von Werner Benkhoff. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins Asbeck, Bernhard Laukötter, begaben sich die Gäste in das Dormitorium,das mit seinem mittelalterlichen Ambiente einen passenden Rahmen für die oft farbenprächtigen und großflächigen Bilder bot. Ausgangspunkt war das Gemälde „Bischof und Herr“, das vielleicht den ersten wirklichen Fürstbischof von Münster –Hermann II. Graf von Katzenelnbogen - darstellt als Bischof mit ausdrucksvollem Gesicht und dem Schwert in seiner Hand. Ausgehend von Texten des ausführlichen Kataloges – der zugleich auch ein Geschichtsbuch ist - erläuterte Franz Thier beim Rundgang durch die Ausstellung im Gespräch mit den Besuchern die wechselvolle Geschichte des Münsterlandes oft bezogen auf die örtlichen Gegebenheiten unserer näheren Umgebung. Werner Benkhoff gelingt es – auch durch verschiedene und wechselnde Maltechniken und Darstellungsgrößen – dass die Besucher sich immer wieder in die vielseitige Geschichte in unserer Heimat hineinversetzen können und Anknüpfungspunkte wiederfinden. Dazu tragen auch Darstellungen aus unseren Nachbarorten bei wie zum Beispiel aus Ahaus,Nienborg,Heek, Eggerode usw. Am Ende war dies eine Stunde lebendige Geschichte des Münsterlandes.


Führung durch das sommerliche Waldschlösschen

  • Führung durch das sommerliche Waldschlösschen

In Zusammenarbeit mit dem „Treff 55 plus“ hatten Dirk Beckering und Christine Niemann Mitglieder der Gruppe „Kultur“ in ihr Waldschlösschen eingeladen.Gern teilen die beiden die Freude an diesem herrlichen Stückchen Erde auch mit anderen Menschen und führten durch den Garten. Auf 3000 qm sind dort zahlreiche Blumen und Pflanzenarten sowie ein Teich harmonisch in das Waldgebiet integriert. Eisvogel, Specht und andere seltene Vogelarten finden hier ein Zuhause. Skulpturen aus Stein, Holz und Blei beleben den Garten. Sie fügen sich in den Wechsel von Büschen und Bäumen, kleinen Rasen-und Wiesenblumenflächen ein.Nach der Führung erwartete die Teilnehmer ein Imbiss aus kleinen kulinarischen Köstlichkeiten


..die kleinen Geheimnisse von Ramsdorf erkundet

  • ..die kleinen Geheimnisse von Ramsdorf erkundet

Interessiert lauschten die Ahauser der Gruppe „Treff 55 Plus“ der herzlichen Begrüßung in der Ramsdorfer Burg durch die Stadtführerin Majo Storck und Hedwig Gävers als „Plodden Liesken“, die zunächst ihre Gäste mit dem Velener Anislikör, dem „Olli“, und mit Sahnetrüffel aus Ramsdorf, den „Plodden“, verwöhnten. Gerne gaben die beiden Stadtführerinnen auch noch zwei Hausrezepte dazu heraus.

Nach einem kurzen Überblick über die mittelalterliche Geschichte der Stadt Ramsdorf ging es zu einer Stadtführung etwas anderer Art mit spannenden und amüsanten Anekdoten rund um die Ramsdorfer Geschichte und die Lebensart der Bürger hier. Auch das Plattdeutsche kam dabei nicht zu kurz .. war aber naturgemäß auch für die Ahauser einigermaßen verständlich. Über den historischen Ortskern ging es dann zur alten Backstube Mensing, wo auch heute noch die leckeren „Plodden“ hergestellt und verkauft werden. Vorbei am Ackerbürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert konnten dann die Ahauser die alte Schmiede Beckmann besichtigen, wo gerade einige Mitglieder des Heimatvereins den Schmiedhammer schwangen .. einer der fünf Standorte des Lebendigen Museums in Velen und Ramsdorf. Der Rundgang endete mit einer Führung in der beeindruckenden Pfarrkirche St. Walburga, wo nach einer Sage beim Bau der Kirche vor Jahrhunderten die“ Ramsdorfer Düwelkes“ eingemauert wurden und noch heute zu sehen sind.

Begeistert verabschiedeten sich die Gäste aus dem nördlichen Kreisgebiet mit „Holt ju kriegel!“ und versprachen: „Wir kommen ganz bestimmt noch mal wieder!“





PS. Im Juni findet keine Veranstaltung von „Treff 55 Plus kultur“ statt.

 


Von Menschen für Menschen – Besuch in Haus Hall

  • Von Menschen für Menschen – Besuch in Haus Hall

Begrüßt wurde die Besuchergruppe von „Treff 55 plus Kultur“ von Frau Jost, die für die ehrenamtliche Mitarbeit zuständig ist und die Gäste in das Cafe einlud. In ungezwungener und freundlicher Atmosphäre erläuterte sie dann zunächst ausgehend von der Geschichte dieser Einrichtung im Jahr 1855 bis heute die Aufgabenstellung dieser Bischöflichen Stiftung.

Menschen mit Behinderung und Senioren finden hier die Unterstützung, die sie brauchen. Ziel ist dabei, sie qualifiziert zu betreuen und in ihrer Selbstbestim-mung zu bestärken. Dabei liegt der Kern dieses Auftrags im persönlichen Kontakt: „Wir versuchen jeden Tag, uns gegenseitig so anzunehmen, wie wir sind,“ lautet einer der Gedanken aus dem Leitbild, der die Arbeit der mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmt, die meisten davon als angestellte Fachkräfte.

Frau Jost führte die Gruppe anschließend durch die Anlage, die den Eindruck eines eigenständigen Dorfes macht, mit eigenen Werkstätten, Wäscherei, Küche, Sportanlagen, Schule, Kinderbetreuung, eigene Häuser mit individuellen Wohngruppen und vieles andere.

Mit Beginn der 1970er Jahren wurden vermehrt Außenwohngruppen in Familien ähnlichen Strukturen errichtet, um den Menschen mit Behinderung ein möglichst normales und gemeindenahes Leben zu ermöglichen. Gegenwärtig leben in den zentralen stationären Wohnbereichen ca. 640 Menschen mit einer geistigen Behinderung.

Wichtiger Teil dieser Einrichtung sind auch die Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die inzwischen an fünf Standorten insgesamt über 1000 Menschen Arbeit geben.

Dies alles ist natürlich auch nur möglich, wenn Ehrenamtliche bereit sind, etwas Kostbares zu verschenken, nämlich ihre Zeit. Viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen engagieren sich auch in den Werkstattläden, wo Dekoratives, Naturgewachsenes und Saisonales angeboten wird – und dort endete der Besuch der Gäste aus Ahaus, die gerne etwas davon mit nach Hause nehmen konnten.


  • Beeindruckender Besuch im Kloster

Beeindruckender Besuch im Kloster


Ein Syrisch-Orthodoxes Kloster hier in unserer Nähe? Wo  kommt diese Glaubensgemeinschaft her? Woran glauben diese Menschen? Diese und andere Fragen stellten sich fast 30  Interessierte der Gruppe „Treff 55 plus Kultur“ und machten sich auf den Weg in die nahen Niederlande, nach Glane, um dort das Kloster der Syrisch Orthodoxen Glaubensgemeinschaft zu besuchen. Vielen Besuchern war dies Kloster – trotz der räumlichen Nähe – nicht bekannt. Um so gespannter waren die Gäste, etwas darüber zu erfahren.
Begrüßt wurden die Teilnehmer von der Novizin Salem, die zunächst den Gästen bei Kaffee und Gebäck die bauliche Geschichte des ursprünglich 1910 von norwegischen Schwestern gegründeten Klosters erläuterte, das dann in den 80ger Jahren von der Syrisch-Ortodoxen Kirche übernommen wurde. Danach berichtete Salem aus der wechselvollen Geschichte der ältesten christlichen Kirche außerhalb Palästinas, die zurückgeht auf die urchristliche Gemeinde von Antiochia (heute Antakya im Süden der Türkei), gegründet von Petrus, Paulus und Barnabas. Als erster Bischof und Patriarch wird hier Petrus um 37 n. Chr. genannt. Nach dem Konzil von Ephesus (431n.Chr.) kam es zur Trennung der christlichen Kirchen.
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche benutzt bis heute die aramäische Sprache und Schrift.  Bei der Führung durch das Kloster und durch die Kapelle erläuterte Salem die Besonderheiten der Liturgie und beeindruckte durch einen orientalisch geprägten Gesangsvortrag. Besondere Bedeutung hat die Spende der Taufe, die gleichzeitig die Sakramente der Kommunion und Firmung einbezieht. Neben vielen Gemeinsamkeiten mit den anderen christlichen Kirchen gibt es aber auch Unterschiede. Während z.B. der katholische Priester zölibatär lebt, muss der Priester in der armäischen Kirche verheiratet sein, nur die Mönche und Bischöfe sind unverheiratet. Beeindruckt waren alle von der Krypta in der neu errichteten Marienkirche auf dem Gelände des Klosters. Hier sind Priester, Bischöfe und Patriarchen aus den westlichen europäischen Ländern beigesetzt.  Heute ist dies Kloster Sitz des Erzbischofs Policarpus Augin Aydin, der amtierende Metropolit und Patriarchalvikar der Syrisch-Orthodoxen Diözese für die Niederlande, der hier mit einigen Nonnen und Ordensbrüdern lebt.
Tief beeindruckt von den vielen neuen Informationen und der freundlichen und fachkundigen Führung durch die Novizin Salem endete der Besuch im Kloster.

 

 

 

 

 


… wie vor 100 Jahren

  • … wie vor 100 Jahren

 

Die „Gruppe Treff 55 plus – Kultur“ traf sich in diesem Monat in Rhede zu einer Führung durch das Medizin- und Apothekenmuseum.

Zunächst erläuterte Frau Heitkamp die Entstehung des Museums, das seit 1993 in einem unter Denkmalschutz stehenden Bürgerhaus im Ortskern untergebracht ist. Ausgehend von der Problematik der Trinkwassergewinnung erzählte unsere Führerin recht plastisch von den ärmlichen Zuständen und hygienischen Verhältnissen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die 50ger Jahre.

Bezeichnend für viele Anwesen im westlichen Münsterland waren zu dieser Zeit noch Ziehbrunnen für das Brauchwasser und in nur kurzer Entfernung daneben der „Misthaufen“ und die „Jauchegrube“. Dies führte zwangsmäßig zu zahlreichen Erkrankungen. Erst in den 50ger Jahren bekam Rhede eine geregelte Wasserversorgung.

Mit zahlreichen Ausstellungsobjekten werden die Bereiche Körperhygiene, Nahrungszubereitung, Milchwirtschaft und Hausschlachtung dargestellt. Bei den Besuchern wurden dabei viele Erinnerungen aus längst vergangenen Tagen wieder lebendig. Eine Instrumentensammlung weist auf den für den ländlichen Raum so wichtigen Arbeitsbereich des Tierarztes hin, der oft auch für kleinere Wehwehchen der Bevölkerung zuständig war.

Während des Durchgangs erklärte Frau Heitkamp immer wieder – auch mit kleinen Geschichten – die Tätigkeiten von Hebammen, Landärzten und Apothekern, die uns heute oft recht abenteuerlich erscheinen. So war es auf dem Lande auch möglich, dass einfache Medikamente in einem besonderen Schrank in der Dorfschänke zugänglich waren. Auch die Entwicklung der Zahnmedizin – ausgehend vom Bader / Barbier und Zahnbrecher – wird detailliert mit Behandlungseinheiten und Instrumenten aus alter Zeit bis in die 50ger Jahre gezeigt.

Alle Besucher waren sich einig: das Museum präsentiert einen außergewöhnlichen Schatz der Medizingeschichte in unserem ländlichen Raum.


  • Scherenschnitte – filigrane Papierkunst in Vreden

Scherenschnitte – filigrane Papierkunst in Vreden

Zur ersten Veranstaltung im Neuen Jahr besuchte die Gruppe „Treff 55 plus Kultur“ das 2015 neu gestaltete Scherenschnittmuseum im Alten Rathaus in Vreden.

„Es begann mit dem Portraitschnitt eines Künstlers am Monmartre...“ erläuterte Hermann Gebing die Anfänge seiner Sammelleidenschaft. Der Initiator des Museums führte seine Gäste durch die Ausstellung, die insgesamt mehr als 20000 Exemplare aus aller Welt umfasst. In kurzweiliger Art erzählte der Museumsführer, dem man seine Leidenschaft und Begeisterung anmerkt, Geschichten und Anekdoten, wie er auf seinen zahlreichen Weltreisen zum Teil die Kunstwerke erworben hat. Bei seiner Führung leitete Herr Gebing seine Gäste immer wieder dazu an, die Artifakte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten um so die Vielfalt der Scherenschnittkunst zu verdeutlichen. Die Augen der Besucher hatten auf jeden Fall reichlich zu entdecken.

Gezeigt werden in der gegenwärtigen Ausstellung 600 der schönsten Exponate, zusammengetragen aus aller Welt,  filigrane Scherenschnitte von ca. 1700 bis heute, sowohl mit architektonischem als auch künstlerischem Schwerpunkt.