Full House bei Treff 55+

Foto: Robert Stephan
Foto: Robert Stephan

 

Das Thema „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung" des Treff 55+ zog wieder einmal so viele Interessenten an, dass die Villa van Delden komplett besetzt war. Zwischenfragen und Beiträge zeigten, dass viele Zuhörer sich mit dem Thema bereits intensiv auseinander gesetzt hatten.

Referent Stephan Holtmann vom SkF trug das Thema klar strukturiert vor und führte die Zuhörer mit den Beispielen prominenter Persönlichkeiten geschickt ans Thema. Wer kennt nicht die Schicksale von Harald Juhnke, Ronald Reagan, Margret Thatcher und Rudi Assauer … Aber auch Monica Lierhaus, die bereits im Alter von 40 Jahren vorübergehend in eine Lage kam, in der andere lebenswichtige Entscheidungen für sie treffen mussten.

Die Fragen: Warum überhaupt vorsorgen? Was passiert, wenn ich meine Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann? Wer soll dann mein Leben organisieren und Entscheidungen für mich treffen? Was passiert, wenn ich mich nicht darum kümmere? Und andererseits: Wie sorge ich denn richtig vor? Welche Möglichkeiten gibt es? Stephan Holtmann beantwortete diese Fragen umfassend und für alle verständlich. Es brauche eigentlich nur zwei Dinge: Die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung.

Die Vorsorgevollmacht, ein juristisches Element, bezieht sich auf viele oder alle Lebensbereiche und gilt gegenüber Dritten, wie Banken, Ämtern, Ärzten, Handelshäusern und Geschäften. Wie sie abgefasst sein kann und welche rechtlichen Bedeutungen sie hat, wurde vorgestellt und mit den Zuhörern im Dialog geklärt.

Die Patientenverfügung richtet sich an Ärzte und Pfleger. Sie ist eine äußerst persönliche Angelegenheit und daher oft sehr schwierig. Wichtig ist, auch seinen Kindern oder vertrauten Personen deutlich zu vermitteln, was man möchte, wenn man nicht mehr selber entscheiden kann. Sonst ist es auch für die, die dann entscheiden müssen, ein Gewissenskonflikt und eine Bürde, die sie eventuell jahrelang nicht verkraften können.

Ein ernstes Thema, was Stephan Holtmann, doch mit Leichtigkeit und Humor vermittelte. Für den, der nicht teilnehmen konnte, steht der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ahaus-Vreden e.V. (nach telefonischer Anmeldung unter 02561-42909330!) zur Verfügung. Für Berufstätige gibt es im nächsten Jahr mit Stephan Holtmann einen Abendtermin, der rechtzeitig bekannt gegeben wird.

Weitere Informationen auch unter

http://sites.google.com/site/skfbetreuungsverein

Von: Robert Stephan

 

 

Aktiv bleiben – sicher Autofahren im Alter

Frau Dr. Philipp-Metzen
Frau Dr. Philipp-Metzen

 

Neue Interessengruppe zur Verkehrsicherheit

Dieses aktuelle Thema des Treff 55+ sprach erstaunlich viele Senioren in der Villa van Delden an; daneben aber auch Fachpublikum der Verkehrswacht und Fahrlehrer.

Frau Dr. H. Elisabeth Philipp-Metzen, Dipl.-Gerontologin und Moderatorin für ältere Autofahrer beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat, analysierte die altersbedingten Beeinträchtigungen der Senioren und gab wertvolle Tipps, wie man diese verringern kann. Denn Mobilität ist eine wichtige Grundlage für die selbstständige, aktive Lebensführung und gesellschaftliche Teilhabe. Die gerontologische Arbeit hat das Ziel, die Mobilität zu erhalten und die Sicherheit im Straßenverkehr zu optimieren.

Was bedeutet das Älterwerden für das Autofahren? Altersbedingt nimmt die Sehschärfe ab: So hat ein 80jähriger gegenüber einem 20jährigen durchschnittlich weniger als die halbe Sehkraft. Die Nachtsicht lässt nach, die Blendung durch entgegenkommende Fahrzeuge nimmt zu. Weiterhin sind natürlich auch das Hören, die körperliche und geistige Beweglichkeit betroffen. Gemeinsam mit dem Publikum wurden Lösungen besprochen: Sei es, dass man Stresssituationen wie Nachtfahrten vermeidet, dass man regelmäßig seine Gesundheit prüfen lässt (z.B. Sehvermögen, Hören, Kreislaufprobleme, Diabetes). Um weiterhin sicher Auto fahren zu können, sollte man seine körperliche und geistige Fitness regelmäßig trainieren.

Welche Verkehrssituationen erzeugen Stress? Schwierige Verkehrssituationen, wie unübersichtliche Kreuzungen, Autobahnauffahrten und Einfädeln wurden anhand von Beispielen untersucht und geklärt. Die Problematik unterschiedlicher Kreisverkehre wurde vom Publikum aufgegriffen und lebhaft diskutiert.

Geeignete Fahrzeugtechnik (Automatikgetriebe, Navigationssystem, gute Klimaanlage) und PKW-Assistenzsysteme entlasten den Fahrer in diesen Situationen. Aber auch Weiterbildung in Form freiwilliger Fahrstunden (wenn man lange nicht mehr Auto gefahren ist) oder ein Fahrsicherheitstraining sind äußerst empfehlenswert.

Dieses lebhaft vorgetragene Referat regte zu vielen Fragen und Beiträgen aus dem Publikum an. Offensichtlich interessiert dieses Thema die Ahauser Senioren sehr.

Das große Interesse der Anwesenden wird von der Seniorenbeauftragten der Stadt Ahaus, Frau Großmann, und der Freiwilligen-Agentur handfest aufgegriffen: Eine neue Interessengruppe wird das Thema weiter behandeln und auch ein Fahrsicherheitstraining, speziell für Senioren, anbieten. Interessenten können sich bei Angelika Litmeier von handfest unter Telefon (02561) 952333 oder E-Mail info@handfest-ahaus.de anmelden.

Robert Stefan

 

 

 

 

 

Humor und Lebenssinn im Alter

Humor und Lebenssinn im Alter

 

Vor vollbesetztem Saal referierte Christian Heeck, Dipl.-Pädagoge, Maler und Kunstvermittler über den Lebenssinn und den Humor im Alter. Dies in so lebendiger Art mit vielen lebensnahen Beispielen, dass er mehrfach durch Applaus und Lachen unterbrochen wurde!

Dies war kein Plädoyer für die „Spaßgesellschaft". Humor bedeutet für ihn, Lebenswidrigkeiten zu meistern oder gelassen anzunehmen. „Was du nicht dulden willst, musst du gestalten und was du nicht gestalten kannst, musst du dulden", so Christian Heeck. Das Leben bestehe halt zu zirka 90?% aus Pflichten. Helfen können uns dann die drei „G": Wenn du etwas tun musst, dann tue es gerne, tue es gleich und mache es gut.

Den Lebenssinn muss jeder für sich selber suchen und finden. Selbst Sisyphos mit seiner schweren, nutzlosen und nie endenden Arbeit, einen Stein immer wieder den Berg hinauf zu rollen, muss nicht niedergeschlagen gewesen sein. Er könnte zufrieden gewesen sein, weil er sein Tageswerk geschafft hat und nebenher könnte er beispielsweise die Natur genossen haben. Wir erhielten viele positive Anregungen, unseren Humor und Lebenssinn zu entwickeln und zu gestalten.

Hilfe bei der Suche nach dem Lebenssinn gab Angelika Litmeier der Freiwilligen-Agentur handfest mit dem Hinweis auf ehrenamtliche Tätigkeiten. Sie nutzte die Gelegenheit, auf die Schnuppertour zu ehrenamtlichen Projekten am Dienstag, den 25. September um 14:30 Uhr ab dem handfest-Büro am Kirmesplatz hinzuweisen.

 

 

Augenblicke " von Hermann Roth

 

„Treff 55+ – Kultur" besuchte die Fotoausstellung

„Augen-Blicke" von Hermann Roth

Mehr als 30 Teilnehmer der Gruppe „Treff 55+ – Kultur" trafen sich am Mittwoch, 27. Juni 2012, um 10 Uhr in der Villa van Delden zur Führung durch die Fotoausstellung „Augen-Blicke" von Hermann Roth. Leider war Herr Roth kurzfristig erkrankt, so dass die Führung durch Mitglieder des Heimatvereins Ahaus vertreten wurde. Helmut Wilp, Franz- Josef Weuthen, Franz und Maria Thier gaben Erläuterungen zur Ausstellung, zum Werdegang des Fotografen und auch zur Entstehungsgeschichte mancher Aufnahmen.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der einzigartigen Portraitsammlung, den Fotos von Ahaus aus den 50ger bis 80ger Jahren, den Reiseaufnahmen und besonders auch von den großformatige Naturaufnahmen.

 

 

Großeltern-Eltern-Enkelkinder: ein gutes Miteinander!?

Großeltern-Eltern-Enkelkinder: ein gutes Miteinander!?

„Jeder hat auf seine Weise Recht und es kann auch anders sein". Dieser Satz des österreichischen Arztes und Psychotherapeuten Alfred Adler zog sich wie ein roter Faden durch den interessanten und lebhaften Vortrag.

Erziehung war früher wie auch heute ein schwieriges Kapitel. Selbstverständlich haben alle Eltern das Ziel, ihre Kinder gut zu erziehen. Doch jede Erziehung ist mit der Zeit verknüpft, in der man groß geworden ist, referierte Andrea Baumann, pädagogische Mitarbeiterin der Familienbildungsstätte Dülmen.

Auf ihre Fragen an die zahlreichen Zuhörer: „Welche Zeit habe ich erlebt? Was war in dieser Zeit wichtig? Welche Qualitäten hatten die damaligen Vorbilder? Wie sahen demnach die Erziehungsziele aus?" entspann sich eine rege Diskussion.

Wer in der Kriegszeit geboren wurde, hatte eine grundlegend andere Erziehung, als die später Geborenen. In dieser Zeit waren die Eltern in erster Linie damit beschäftigt, Grundnahrungsmittel zu ergattern, um die Familie zu ernähren. Die Kinder waren oftmals sich selbst überlassen und wurden daher viel schneller selbständig. Da sie im Gegensatz zu heute weder Fernsehen, noch Computer kannten, tobten sie sich viel im Freien aus. Autoritäre Erziehung war an der Tagesordnung. Schläge gab es in der Schule und auch zuhause. Erziehungsziele waren: Gehorsam, Fleiß, Schulabschluss.

Mit dem Wandel der Gesellschaft änderte sich auch die Erziehung und ihre Ziele. In der heutigen Zeit findet die Erziehung auf Augenhöhe statt. Erwachsene und Kinder sind gleich wert, aber nicht gleichberechtigt. Die Eltern setzen immer noch die Grenzen fest. Erwiesenermaßen resultieren fünfzig Prozent der Erziehung aus dem gelebten Vorbild. Sicherheit, Orientierung, Verlässlichkeit und Geborgenheit, Bildung sind die heutigen Ziele.

Da die Berufstätigkeit der Frauen immer mehr zunimmt, spielen die Großeltern auch in Erziehungsfragen eine wichtige Rolle. Werden sie doch oft gebeten, auf die Kinder zu achten. Beide Seiten haben jedoch unterschiedliche Erwartungen. Die Großeltern müssen sich selbst klar sein, was sie leisten können und möchten und das auch mit den Kindern besprechen. Sie sollen sich nicht zu billigen Babysittern machen lassen.

Bei der Erziehung der Enkel, sollten sie jedoch darauf achten, die Regeln der Eltern nicht zu untergraben. Wenn sie jedoch feststellen, dass grundlegende Erziehungsprobleme vorliegen, sollten Sie mit den Eltern darüber sprechen. Jedoch nicht im Beisein der Kinder. Eine gute Beziehung zu den Enkelkindern ist für beide Seiten wichtig. Ein bisschen Verwöhnen schadet nicht. Die Referentin brachte das Thema in lockerer und ansprechender Weise herüber.ml

 

 

Dem Gedächtnis Flügel verleihen

Foto: Robert Stefan
Foto: Robert Stefan

 

Dem Gedächtnis Flügel verleihen,

so lautete das Thema des Vortrags am Mittwoch dieser Woche in der Villa van Delden.

Der Zuspruch zu dem Thema war so riesengroß, dass etliche Interessenten abgewiesen werden mussten, da die Stühle nicht ausreichten. Wegen Überfüllung geschlossen!

Der Referent Dominik Moersen half dem interessierten Publikum, sein Gedächtnis durch Merktechniken in Bildern effizienter zu nutzen. Handy- und PIN-Nummern sowie Geheimzahlen bestimmen unseren Alltag. Man muss sich mehr merken, als man kann.

Konventionelles Lernen bedeutet zu Fuß gehen. Durch Merktechniken wird man zum Radfahrer, der die Fußgänger überholt, erklärte Moersen. Ich kann mir keine Namen merken, gibt es nicht. Stattdessen machte er die Zuhörer mit der Merktechnik „Denken in Bildern" vertraut.

Nennen Sie mir die 10 bevölkerungsreichsten Bundesländer. Und dann machte er 10 Punkte an unserem Körper fest, die er mit einem bestimmten Bundesland und einem entsprechenden Bild dazu in Verbindung brachte. NRW, Bayern, Baden Württemberg, Niedersachsen, Hessen, Sachsen, Rheinlandpfalz, Berlin, Schleswig Holstein und Brandenburg konnten durch diese Technik tatsächlich besser behalten werden, was die Zuhörer durch späteres Wiederholen bestätigten.

„Legen Sie sich eine Route fest, in dem Sie in Ihrer vertrauten Umgebung auffällige Punkte suchen und sie der Reihe nach mit einem ganz bestimmten Bild in Ihrem Gedächtnis speichern." Dabei sollten den Bildern andere Dimensionen gegeben werden, wie z.B. sie vergrößern, verkleinern oder vervielfachen, um sie sich besser einzuprägen zu können.

Diese Merktechnik wird vom Abiturienten bis zum DAX-Vorstand benutzt und Erfolge sind vorprogrammiert. Es gibt die verschiedensten Anwendungsgebiete. Ganz egal, ob man eine Rede auf einer Geburtstagsparty oder aber vor einer großen Gesellschaft hält. Wenn man sich einen Spickzettel mit den wichtigsten Argumenten und den dazugehörigen Bildern Punkt für Punkt auf einer Route im Gedächtnis anlegt, kann man die Rede nach einigem Üben auch frei halten. Man ruft der Reihe nach die gespeicherten Bilder wieder auf.

So fuhr Dominik Moersen mit Daten und Zahlen sowie Namen und Gesichtern mit weiteren Merktechniken fort. Es war ein höchst interessanter Vortrag, den die Seniorenbeauftragte der Stadt Ahaus, Sybille Großmann und Angelika Litmeier, Freiwilligenagentur handfest angeboten hatten. Wegen des großen Interesses wird der Vortrag zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt.

Marga Lanwert

 

 

 

Energiewende aus der Sicht der Stadtwerke Ahaus

Foto: Robert Stefan
Foto: Robert Stefan

 

Wir müssen umdenken und die Energie intelligenter nutzen, so Geschäftsführer Karl-Heinz Siekhaus von den Stadtwerken Ahaus. An sonnenreichen Tagen, wenn genügend Strom zur Verfügung steht, wird er oft zu wenig angefordert. Z. B. weil an Wochenenden die Firmen nicht arbeiten. Intelligente Zähler, die per Internet die Verbrauchsdaten der Kunden speichern, sind in der Entwicklung. Der Kunde wäre dann in der Lage mit einem Handy seinen Verbrauch und die Kosten zu kontrollieren.

Kühlschränke, Waschmaschinen und Trockner, also Geräte mit einem hohen Energieverbrauch, sollen in Zukunft mit einem intelligenten Chip versehen und ferngesteuert ein Signal bekommen, wann der Strom am günstigsten ist. Sie schmunzeln? Der Referent erklärt, dass schon heute diese Geräte mit einem Chip versehen werden, damit sie am Tage X die entsprechenden Signale erhalten können.

Der Haupterlös der Stadtwerke mit ihren 71 Mitarbeitern ist die Stromsparte mit 17.700 Zählern, Gaszähler gibt es 9.247 und Wasseruhren 11.242. Die Gaspreise sind bei den Stadtwerken Ahaus günstiger als bei anderen Unternehmen, gab Siekhaus zu verstehen.

Der Ausbau der regenerativen Energien stellt die gesamte deutsche Energielandschaft vor große Herausforderungen. Regenerative Energien sind nachhaltig zur Verfügung stehende Energieressourcen, zu denen insbesondere Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung (Sonnenenergie), Erdwärme (Geothermie und die durch Gezeiten erzeugte Energie zählen.)

Wobei Wasserkraft in Deutschland nicht so ausgeprägt ist wie in Österreich und der Schweiz. Photovoltaik hat nur einen kleinen Anteil am Energiemarkt, da wir in Deutschland höchstens 860 Sonnenstunden haben. Einen größeren Anteil hat die Windkraft. Doch die muss auch eingespeist werden und dafür werden Überlandleitungen benötigt, die bei der Bevölkerung nicht sehr beliebt sind. Photovoltaik und Windkraft rechnen sich nur durch die Förderung, die aber jetzt zurückgefahren wird. China drängt mit Photovoltaik in den Markt hinein und das viel günstiger wegen der niedrigeren Löhne. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir erneuerbare Energie verwirklichen können.

Die Politik gibt vor, bis 2020 möglichst 20 % der Treibhausgase zu reduzieren. U.a. durch Elektroenergie, Steigerung erneuerbarer Energien bzw. Steigerung der Energieeffizienz durch (Wärmedämmung an Häusern). Dass wir hier im Münsterland diese 20 % schon heute überschritten haben, erstaunte die Zuhörer. Elektroautos gibt es zwar schon, aber sie sind noch zu teuer und es sind noch nicht genügend Tankstellen mit Stromanschlüssen vorhanden.

Dieses komplexe und für uns alle wichtige Thema hat der Referent informativ und sehr interessant dargestellt. Es stieß bei den Zuhörern auf großes Interesse. Sind sie es doch, die die Zeche zu zahlen haben. „Wir sparen immer mehr Energie ein, aber die Kosten werden immer höher", so ein Zuhörer. „Das liegt an den verschiedenen Stromsteuern, der Preis für erneuerbare Energien", erläuterte Siekhaus".

Die Verfasserin dieses Artikels bemerkte, dass es nur eines Telefonates bedürfe, um den Energieanbieter zu wechseln und in den Genuss einer nicht unerheblichen Neukunden-Prämie zu gelangen. Frage an Siekhaus: "Was tun die Stadtwerke um langjährige Kunden zu behalten? Haben Sie schon einmal an einen Treuebonus gedacht?" Antwort Siekhaus: „Da sind wir dran". Aber dran ist zu wenig, Herr Siekhaus. Wir möchten es lieber drin, und zwar in unserer Geldbörse! Es gab rege Diskussionen an diesem Morgen. Ein Vortrag, zu dem Sybille Großmann, Seniorenbeauftragte der Stadt Ahaus und Angelika Litmeier von der Freiwilligen-Agentur eingeladen haben.

Marga Lanwert

 

 

 

Haltbarkeit von Lebensmitteln

Foto: Robert Stefan
Foto: Robert Stefan

 

Tausende Tonnen Lebensmittel werden vernichtet. Die einen leben im Überfluss und die anderen durchsuchen Container nach essbaren Schätzen, so referierte der Lebensmittelkontrolleur Heinz Janocha vom Kreis Borken in der Villa van Delden, Ahaus.

Ein Reizthema, das uns alle angeht und nach einer Lösung sucht. Gemüse und Obst kommt nicht mehr so wie früher aus der heimischen Gegend, sondern kommt aus Spanien, Ägypten, Chile etc. zu uns in die Märkte. Alles muss wie gemalt sein, sonst lässt es sich nicht mehr verkaufen. Größe und Beschaffenheit werden dem Erzeuger genau vorgeschrieben.

Jeder von uns kann durch überlegten, geplanten Einkauf einen Beitrag dazu leisten, dass weniger Lebensmittel in den Müll wandern. Die wichtigste Information für den Verbraucher liefert uns das Mindeshaltbarkeitsdatum (MHD). Bis zu diesem Datum ist das Lebensmittel einwandfrei in Geruch, Geschmack, Nährwert und Farbe, vorausgesetzt es wurde richtig gelagert. Aber auch nach diesem Zeitpunkt ist es nicht gleich verdorben. Voraussetzung ist, es riecht gut, sieht normal aus und schmeckt noch. So sind z.B. Eier im Kühlschrank mindestens 28 Tage haltbar. Kühlschränk sollten eine Temperatur von 0-7 Grad haben. Rind- ist länger haltbar als Schweinefleisch und hält sich bei 0-4 Grad 3-4 Tage. Obst und Gemüse sollen unbedingt im Kühlschrank lagern. Bei sehr leicht verderblichen Lebensmitteln, wie Hackfleisch, Vorzugsmilch (Rohmilch) oder frischem Geflügelfleisch, ist anstelle eines Mindesthaltbarkeitsdatums ein Verbrauchsdatum angegeben ("Verbrauchen bis…").

Ist das Verbrauchsdatum abgelaufen, soll man das Lebensmittel nicht mehr essen. Ansonsten besteht die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung. Verlassen Sie sich immer auf Ihre Nase und Ihren Geschmack – auch wenn das Datum nicht abgelaufen ist. Besondere Vorsicht gilt bei Kindern und älteren Menschen, bei denen das Immunsystem nicht so stabil ist. Dass Hygiene in der Küche ein Muss ist, versteht sich von selbst. So sollte man Hackfleisch wegen der Gefahr von Salmonellen kurz nach dem Einkauf verzehren. Frische Lebensmittel, wie Wurst, Käse, Fleisch, Fisch und Brot sollten auch möglichst rasch verzehrt werden.

Dieses komplexe Thema, zu dem der Treff 55+ eingeladen hatte und das großes Interesse fand, kann hier leider nur angeschnitten werden. Jeder Einzelne ist gefordert, sorgfältiger mit Lebensmittel umzugehen. ml

Marga Lanwert