Die Welt der Magie

  • Die Welt der Magie

Von: Marga Lanwert

Mit Charme und Melone begrüßte Endrik Thier am 4. Dezember sein Publikum in der Villa van Delden.

Aus seiner Trickkiste holte er ein schwarzes Tuch. Daumen und Zeigefinger der linken Hand wurden zu einem Kreis gebildet, in dem er das Tuch verschwinden ließ. Dieses zog er dann offensichtlich aus einem Ei wieder heraus. Doch weit gefehlt. Das Publikum unterlag einer optischen Täuschung. Er nahm das Ei, schlug es auf, Dotter und Eiweiß glitten ins Glas. Das war die Welt der Magie.

Charmant und witzig zugleich, zeigte er mit großer Schnelligkeit einen Trick nach dem anderen. Dabei bezog er das Publikum mit ein und holte sich immer wieder neue Assistenten beziehungsweise Assistentinnen. Manchmal zögerten diese noch, wurden aber schnell vom Magier überredet und machten dann aktiv mit. Die Stimmung stieg zusehends.

Als er Marita als Assistentin erkor, ließ er kleine, rote Bälle im „Ärmelkanal" verschwinden. Marita war bestrebt, die Bälle wiederzufinden. Doch was sie fand, war ein rotes Kaninchen. Applaus war ihr gewiss.

Mit Wuschel, dem Waschbär ohne Beine, den er durch seine Hände dirigierte, brachte er das Publikum zum Lachen. Als er dann mit einer Guillotine eine Gurke durschnitt und einen Besucher bat, mitzumachen, wurde es ernst. Bernd nahm auf einem Stuhl Platz und er sollte seine Hand mutig in die Guillotine stecken. Ob es ihm dabei etwas mulmig wurde, weiß ich nicht. Die Guillotine sauste runter und die Hand blieb dran.Das war wirklich Zauberei!

Es war ein fröhlicher Vormittag. Neunzig Minuten Lachen haben sehr gut getan. Angelika Litmeier und Sybille Großmann haben mit Endrik Thier eine gute Wahl getroffen.

 

Ein gutes Namensgedächtnis

Ein gutes Namensgedächtnis

Von Klaus Buschmeier

Zu dem Thema, wie man sich Namen und Gesichter besser merken kann, referierte der Gedächtnistrainer und Volljurist Dominik Moersen am Mittwoch, den 4. Sept. 2013 in der Villa van Delden. Er hatte schon im Frühjahr 2012 „dem Gedächtnis Flügel verliehen".

Damals war die Resonanz so groß, dass vielen Interessenten aus Sicherheitsgründen der Zugang versperrt werden musste. Daher war schnell klar: Den laden wir noch einmal ein.

Nachdem die geplante Veranstaltung im Februar 2013 aus Witterungsgründen kurzfristig abgesagt werden musste, hat es dieses Mal geklappt. Und auch bei der heutigen Veranstaltung reichte die Normalbestuhlung nicht aus und es mussten Zusatzstühle herbeigeschafft werden.

Der Name, so der Referent, sei der Schlüssel zu einem Menschen. Und jeder Mensch reagiere positiv darauf, wenn er – vielleicht nach einer längeren Zeit und trotz einer ersten, nur kurzen Begegnung – mit seinem Namen angesprochen werde, ganz besonders, wenn andere Menschen sich den Namen nur schwerlich merken könnten.

Sich Namen merken zu können, sei nicht etwa eine außergewöhnliche Gedächtnisleistung, so Moersen weiter, sondern jeder könne das, genau wie das Fahrradfahren. Und ob es nur für einen kurzen Ausflug reiche oder für die Tour de France, das hänge in erster Linie vom Wollen, vom Training und vor allem von der Technik ab.

Vier Verhaltensregeln legte er seinen Zuhörern ans Herz:

1. Nie mehr bis an das Ende der Tage den Satz zu gebrauchen: „Ich kann mir Namen nicht merken.

2. Bei Verständigungsproblemen ohne Hemmungen noch einmal um den Namen bitten.

3. Den Namen gleich im Anschluss (sicherheitshalber) wiederholen.

4. Den Namen (zumindest beim ersten Treffen) mehrmals im Gespräch anwenden. „Würden Sie bitte …. , Herr/Frau …. , …. .

Um Namen dauerhaft mit Gesichtern zu verbinden, empfiehlt er als Merktechnik, sich markante Merkmale (möglichst im Gesicht) seines Gegenübers zu suchen und im Gedächtnis mit dem Namen zu verknüpfen. So könne man bei einer erneuten Begegnung mit dem Erkennen des charakteristischen Merkmals den Namen gleich mit abrufen.

„Und wenn Namen etwas komplizierter sind", so Dominik Moersen, „dann lassen Sie Ihrer Phantasie ruhig freien Lauf. Streichen Sie Buchstaben im Namen oder fügen Sie welche zu, damit ein Bild entsteht oder ein Satz, den Sie sich gut merken können." Als Beispiel für den Namen Furisad nannte er den Merksatz: Ich habe die „Furie satt". Selbst wenn es sich, so Moersen mit einem Lachen, bei dem Gegenüber um eine wirklich nette und reizende Dame handelt.

 

Männer im Ruhestand – Frauen im Unruhestand

Foto: Robert Stephan
Foto: Robert Stephan

 

Von: Marga Lanwert 

So lautete das Thema über das Christa Sicking-Schürmann von der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sprach. Der Film „Pappa ante Portas" mit Loriot sollte beispielgebend sein für diesen Vortrag. Zur Erinnerung: Heinrich Lohse, Einkaufsdirektor, wird nach einer übertriebenen Sparmaßnahme in den Vorruhestand versetzt. Die neue Leere in seinem Leben füllt er durch Mitarbeit im Haushalt, obwohl er dafür nicht das geringste Geschick besitzt. Doch leider liefen Bild und Ton nicht parallel.

Die Psychologin setzte ihren Vortrag ohne Film fort und animierte das Publikum zum Mitmachen. Es wurde deutlich, das es gar nicht so einfach ist, den hohen Erwartungen an den Ruhestand einvernehmlich gerecht zu werden. Nicht mehr der Beruf und die Kinder stehen im Mittelpunkt sondern das Paar selbst. Das bedeutet miteinander reden und eventuell Vernachlässigtes der vergangenen Jahre aufzuarbeiten. Gemeinsamen sollte man herausfinden, wie man künftig sein Leben gestalten möchte. Viele Dinge kann man gemeinsam machen, aber ebenso wichtig ist es, seine ganz persönlichen Interessen zu pflegen. „Das Paar besteht aus einem „Wir", aber auch aus einem „Ich und „Du", erklärte Sicking-Schürmann.

Eine Zuhörerin erklärte, dass Sie sich eine Liste gemacht hätten. Jeder habe darin seine Wünsche für das künftige Zusammenleben geäußert. Diesen Vorschlag griff die Psychologin auf und riet, Absprachen zu treffen, wer für was zuständig sei. Dabei sei es wichtig, dass der andere sich nicht einmische. Rituale, wie z.B. gemeinsames Mittagessen, oder gemeinsamen Marktbesuch, donnerstags ist ihr Saunatag und freitags geht er zum Kegeln. Diese Rituale vermitteln Geborgenheit und Sicherheit gleichermaßen. Sorgen sie für ein Gleichgewicht zwischen Distanz und Nähe. Ein Mongolisches Sprichwort lautet: „Auch wenn die Eheleute auf dem gleichen Kissen schlafen, so haben sie doch unterschiedliche Träume."

 

 

Medikamente richtig einnehmen

Medikamente richtig einnehmen

 

Auf reges Interesse stieß wieder einmal das Monatstreffen von 55+.

Die Apothekerin Marie-Luise Nienhaus gab wertvolle Tipps und Informationen zur korrekten Medikamenteneinnahme sowie einen Überblick über Begriffe des Beipackzettels.

Zu wissen, was genau vor, nach oder mit der Mahlzeit bedeutet, kann für den heilenden Effekt von Medikamenten wichtig sein.

Einmal täglich heißt nicht etwa, dass man sein Medikament einnimmt, wenn man gerade daran denkt, sondern immer um die gleiche Zeit. Unser Körper unterliegt tageszeitlichen Schwankungen. Deshalb wirken Medikamente nicht zu jeder Tageszeit gleich und der richtige Zeitpunkt der Einnahme ist? für die optimale Wirkung von Bedeutung.

Manchmal kommt es vor, dass man seine Tablette vergisst, dann sollte man auf keinen Fall später die doppelte Dosis einnehmen. Der Beipackzettel informiert darüber, was zu tun ist.

Kaffee, schwarzer Tee, Milch, Alkohol und auch Mineralwasser stören die heilende Wirkung bestimmter Medikamente. Tabletten sollten daher mit einem Glas Leitungswasser runtergespült werden.

Auch Nahrungsmittel, wie Milchprodukte oder Grapefruitsaft, können Medikamente unwirksam machen oder Nebenwirkungen hervorrufen.

Die Heilpflanze Johanniskraut ist zwar verschreibungsfrei, aber nicht unbedenklich. So kann es schädlich sein, Johanniskraut? bedenkenlos mit anderen Medikamenten einzunehmen.

Nach ihrem engagierten und gut verständlichen Vortrag beantwortete Frau Nienhaus noch zahlreiche Fragen der Zuhörer und man konnte spüren, dass die Gesundheit ihrer Mitmenschen ihr eine Herzensangelegenheit ist.

 

 

Die Kraft der Wildkräuter

  • Die Kraft der Wildkräuter

 

Von: Marga Lanwert

Man findet sie an allen Wegrändern, aber auch im Garten machen sie sich als Unkraut breit. Die Kräuterpädagogin Sanne-Groppe aus Heiden hat zu ihrem Vortrag von Treff 55+ eine Anzahl dieser Kräuter mitgebracht. Sie erklärte die einzelnen Wildkräuter an ihrer äußeren Form und ließ sie durch die Reihen gehen. Die Zuhörer konnten sie anschauen, zerreiben und riechen und auch genießen. Alle Kräuter sind zu gebrauchen. Sei es zum Würzen, zur Heilung oder in der Küche als Spinat, Salat oder als Tee. Manche Pflanzen sehen sich sehr ähnlich, können jedoch gefährlich sein. Ein genaues Hinsehen und Vergleichen ist sehr wichtig.

Giersch, das alle Gartenbesitzer zur Verzweiflung treibt, ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und ätherischen Ölen. Aus diesem Grunde baute man es früher in den Klostergärten an. Giersch braucht keine Pflege und vermehrt sich ganz enorm. So hatte man früher reichlich wertvolles Gemüse und Salat.

Ob Brennnessel, Birkenblätter, Gänseblümchen, Schafgarbe und viele andere Wildkräuter haben Vitamine, ätherische Öle und Enzyme. Mit ihrem umfangreichen Wissen erläuterte die Kräuterpädagogin jede mitgebrachte Pflanze. Es wurden Proben von Pesto und Kräuterbutter, die aus Wildkräutern zubereitet waren, zum Probieren herumgereicht.

Angelika Litmeier bedankte sich bei der Referentin für den informativen Vortrag.

 

 

Das Testament nicht dem Zufall überlassen

 

„Juristen haben die Begabung, einen Text so zu übermitteln, dass nach kurzer Zeit jeder einschläft“: begann Rechtsanwalt Alfred Mertens scherzhaft seinen Vortrag am 06. März bei Treff 55+ in der Villa van Delden.

Leider hat nur jeder Dritte ein Testament. Wie wichtig es aber ist, zeigt sich erst dann, wenn es zu Erbstreitigkeiten kommt. Ein Testament stellt sicher, dass der letzte Wille des Verstorbenen seinen Vorstellungen entsprechend ausgeführt wird. Klare Ansagen und Teilungsanordnungen sind dabei unerlässlich. Liegt kein Testament vor, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.

Bei Patchwork-Familien kann dies zur bösen Überraschungen führen, denn nur die leiblichen Kinder sind erbberechtigt.

Es ist möglich, ein Testament privatschriftlich zu verfassen. Wichtig ist jedoch, dass es dann mit Vor- und Zunamen unterschrieben wird.

Neben dem Testament hat man auch die Möglichkeit, einen Erbvertrag zu erstellen. Dieser muss unbedingt notariell beglaubigt werden. Empfehlenswert ist es auch, das Testament bei Gericht zu hinterlegen. Testamente die zuhause aufbewahrt werden, sind manchmal unauffindbar oder können von Unbefugten vernichtet werden.

Kurzweilig und interessant vermittelte Alfred Mertens die ausgesprochen komplizierte Materie des Erbrechts. Mit konkreten und anschaulichen Beispielen machte er das Thema für die zahlreich erschienenen Zuhörer verständlich. Zum Abschluss fand er noch Zeit, einige Fragen zu beantworten. „Dass das Publikum am Ende hellwach war, lag vielleicht daran, dass im ganzen Vortrag kein Paragraph genannt wurde“: bedankte sich Sybille Großmann.

 

 

Altbewährte Hausmittel, neu entdeckt

 

Gesundheit ist häufig der wichtigste Wunsch zum Neuen Jahr. So hatten die Veranstalter von Treff 55+ für die erste Veranstaltung zum Jahresbeginn genau das richtige Thema gefunden.

Der Raum in der Villa van Delden war wieder einmal übervoll und manch Nachzügler, der Einlass begehrte, stand vor verschlossenen Türen.

Als Rückbesinnung auf Altbewährtes und Tradiertes gab es von Heilpraktikerin Anima Mojumder-Buderus wertvolle Tipps und Anregungen für? vielerlei Beschwerden.

So ist es gut zu wissen, dass die Natur gegen so manches "Zipperlein" eine Vielzahl von Heilkräutern bereitstellt.

Mojumder-Buderus erinnerte daran, wie wichtig? es sei, viel zu trinken, damit Krankheitserreger und Giftstoffe besser ausgeschieden werden können.

Neben Wasser stehen uns da eine Vielzahl von Kräutertees zur Verfügung. Der "Vierwindetee" aus Dill, Fenchel, Anis und Kümmel lindert Magen-und Darmbeschwerden. Auch jeden Tag ein Pinnchen eines selbst hergestellten Kräuterbitters zu? trinken, wirkt manchmal Wunder.

Und wer an diesen trüben Tagen von depressiven Verstimmungen geplagt wird, sollte es? mit Lachyoga versuchen.

Nach dem Vortrag nutzten viele die Gelegenheit, sich bei einer Tasse Kaffee über eigene Erfahrungen mit altbewährten Hausmitteln auszutauschen.

Von: Karola Müller