„Wissen sie, warum die Schneeflocken weiß sind?“

  • „Wissen sie, warum die Schneeflocken weiß sind?“

Diese Frage war natürlich nicht wissenschaftlich gemeint. Und niemand aus dem Publikum konnte sie auch beantworten?! Aber Helga Maria Kemper, die Märchenerzählerin, kannte ein passendes Märchen dazu.

Zum Treff 55+ hatte sie Sybille Großmann und Angelika Litmeier eingeladen. Und etwa 40 begeisterte Zuhörer hingen an ihren Lippen, ließen sich entführen, z.B. in einen orientalischen Basar, in einen jüdischen Stadel, oder an den Hof eines Königs. Sie machten sich auf den Weg nach Bremen und in das Reich Frau Holles.

„Menschen brauchen Märchen zum Finden und Gefunden-werden, denn Märchen nähern unsere Seele!“ weiß die gelernte Pastoralreferentin. Einige Märchen folgen einer Grundidee, die es in verschiedenen Abwandlungen in vielen Ländern gibt. Ob es das arme Mädchen ist, das schließlich den Prinzen heiratet oder ein hinterlistiges Wesen, dessen Namen man erraten muss, um erlöst zu werden. Auch arme Schuster und Schneider werden in Märchen oft für ihren Fleiß belohnt.

Bekannte und neue Geschichten erzählte Helga Maria Kemper gestenreich und mit ausdrucksstarker Mimik. Sie hatte die Zuhörer schnell in ihren Bann gezogen. Kleine Utensilien halfen ihr dabei. Mit Fragen bezog sie das Publikum in ihren Vortrag mit ein und erhöhte so die Spannung. Ihr Vortrag war so lebhaft, dass man wahrlich glaubte, die Düfte des Orients zu riechen und die rosa Wolke zu sehen, die sie mit ihren Händen formte. Und es fröstelte alle, als sie ausdrucksstark die Not des Sterntalermädchens darstellte.

Helga Maria Kemper konnte ihr Publikum mit herzberührender und bildlebendiger Erzählweise in der Villa van Delden begeistern.


(Text und Foto Rudolph Schmitz)

 

 

Auf der Pilgerreise zum Kamener Kreuz

Auf der Pilgerreise zum Kamener Kreuz

Treff 55+ am 06.07.2016

Lachen und Singen mit „Lisbeth vant Amt“ alias Elisabeth Geling aus Vreden

Freunde der plattdeutschen Mundart verbrachten ein paar heitere Stunden in der Villa van Delden.

Feingemacht mit Spitzenkragen in nostalgischem Outfit, Gebetbuch und Rosenkranz in der Hand, betrat Lisbeth die Bühne in der Villa van Delden. Sie berichtete, nach unzähligen Pilgerreisen von Lurdes über Eggerode und Kevelaer nun zum Kamener Kreuz pilgern zu wollen. Da sie diesen Namen immer wieder im Radio hören würde, möchte sie nun zum Beten dorthin pilgern.

In ihrer humorigen Art gab sie auch zahlreiche Geschehnisse aus dem Vredener Land, von Wennewick über Ellewick, Chrosewick, Ammeln, Oldenkott und Zwillbrock zum Besten. Natürlich alles in plattdeutscher Mundart, worauf die Zuschauer immer wieder begeistert applaudierten. Zwischen den spannenden und lustigen Geschichten stimmte sie zur Auflockerung Lieder zum Mitsingen an, um eins zu nennen: „Kenn ih dat Marieken, Marie van Oldenkott? Wann se up de Markte geht, dann geht, se immer flott! Un so geht dat Hötken, dat Hötken dat geht so .... usw.

Nach einem amüsanten und heiteren Vormittag entließen Sybille Großmann, Seniorenbeauftragte der Stadt Ahaus und Angelika Litmeier, Freiwilligenagentur, handfest die Besucher mit einem schmunzelnden Gesicht in die Sommerpause.



Treff 55+Thema im Mai: Resilienz

  • Treff 55+Thema im Mai: Resilienz

 

"Resilienz" war das Thema beim Treff 55 + zu dem Sybille Großmann, Stadt Ahaus und Angelika Litmeier von der Freiwilligenagentur handfest am 04.05.2016 in die Villa van Delden eingeladen hatten. Sonja Hüls, Business- & Sportmentaltrainerin referierte zu dem Thema.

Mit "Resilienz" wird die innere Widerstandskraft und Belastbarkeit eines Menschen bezeichnet. Resilienz ist erlernbar und trainierbar für jeden Menschen in jedem Alter. Ihre Anwendung dient dazu aus Krisen und Rückschläge Stärken zu gewinnen. Sie trainiert sozusagen das Immunsystem der Seele, wobei die eigenen Stärken und Chancen bewusst wahrgenommen und eigene Schutzfaktoren mobilisiert werden. So ist es leichter aus Krisen und Rückschlägen herauszukommen. Es kann auch hilfreich sein, in gewissen Krisensituationen Akzeptanz zu entwickeln und sagen zu können - "es ist wie es ist" - so Sonja Hüls.

Das Leben mit Optimismus, Dankbarkeit, Humor und Lachen bereichern, nach dem Motto: "Das Glas ist halb voll".

"Es geht im Leben nicht darum, zu warten, dass das Unwetter vorbeizieht. Es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen". (Zitat: Zig Ziglar)

Es war wieder ein interessanter und informativer Vormittag mit wünschenswerter Nachhaltigkeit.

Erstellt von Maria Schnell