Sprache öffnet Türen

Sprache öffnet Türen

Sprachpaten für Menschen mit Migrationsgeschichte gesucht

Die Freiwilligen-Agentur handfest lädt am Mittwoch, 29. November um 14.30 Uhr zu einer Infoveranstaltung in das Cafe` handfest, Schloßstr.16 ein. Diese richtet sich an alle, die sich ehrenamtlich in der Sprachförderung für geflüchtete Kinder oder für Erwachsene engagieren wollen.

Ehrenamtliche Sprachpaten unterstützen Menschen insbesondere beim Erlernen der deutschen Sprache und öffnen damit Türen für weitere konkrete Angebote der Begegnung in Ahaus.

Gerade für Menschen, die jetzt neu in Ahaus angekommen sind oder die sich in einem Kursangebot aus verschiedenen Gründen schwer tun, bietet sich eine individuelle Einzelförderung in Form einer Sprachpatenschaft an. Sprachpaten vermitteln Alltagssprache und erleichtern Geflüchteten die Verständigung im täglichen Leben. „Sprache lernt man nur durch Sprechen“ weiß Carla Bisping (rechts) und so entstehen zwischen Sprachpaten und den Geflüchteten häufig auch wertvolle persönliche Kontakte. In Kooperation mit der Stadtbibliothek und dem Integrationslotsenprojekt des Caritas trifft man sich als Sprachpate einmal wöchentlich mit den Lernenden in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek oder im „Haus der Integration“.

Ein weiterer Zugang zur deutschen Sprache eröffnet sich bei gemeinsamen Aktivitäten wie Kochen, Spielen oder Fahrradfahren - so wird Begegnung möglich und die Integration unterstützt.

Wer Interesse an eine Sprachpatenschaft oder an eine andere Tätigkeit in der Flüchtlingshilfe hat, kann sich unverbindlich im Cafe` handfest informieren.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos unter Telefon 02561-952333 oder auf www.handfest-ahaus.de

 

 

Per Rad gemeinsam das Landleben erkundet

  • Per Rad gemeinsam das Landleben erkundet


Ein Fahrrad macht nicht nur mobil, sondern es verbindet. Ganz in diesem Sinne starteten zu Beginn der interkulturellen Woche die Mitarbeiter der Freiwilligen-Agentur hand|fest und der Fahrradwerkstatt mit den Teilnehmern aus unterschiedlichen Herkunftsländern, ins Grüne nach Alstätte.

Bereits kurz nach dem Start wurde das Können der Werkstattmitarbeiter herausgefordert. Mit guter Ausstattung und fachlicher Routine wurde eine zerrissene Fahrradkette repariert, so dass die Fahrt schon bald fortgesetzt werden konnte.

Ewald Weddewer, langjähriger Tourenleiter des ADFC, führte die Gruppe auf verschlungenen Pfaden durch die Natur des Münsterlandes. Aber nicht nur die grünen Laubwälder und Brombeersträucher am Wegesrand, sondern vor allem die Maisernte mit Maihäcksler und Traktoren machten neugierig. Es wurde viel gefragt und die Einheimischen versuchten landwirtschaftliche Zusammenhänge zu erläutern. Ein irakischer Mann erinnerte sich beim Vorbeifahren eines Kuhstalls gern an den Geruch von Viehhaltung in seiner Heimat. Als ehemals Tierhalter im Irak zeigte er großes Interesse auch hier zu arbeiten, müsse aber zuvor noch vor allem seine Deutschkenntnisse verbessern.

Dazu gab es an diesem Nachmittag reichlich Gelegenheit. An der Haarmühle angekommen freuten sich alle auf Kaffee und Kuchen. Im Anschluss stellte die Erkundung der Wassermühle ein weiterer Höhepunkt dar. Einige Teilnehmer sahen auch hier Verbindungen zu ihrem Herkunftsland, wo hauptsächlich mit Wasserkraft das Getreide in einer Mühle gemahlen wurde. So wurden nicht nur kulturelle Unterschiede, sondern auch viele Gemeinsamkeiten ins Bewusstsein gerückt.

Nach 30 gefahrenen Kilometern endete die interkulturelle Fahrradtour mit interessanten Begegnungen und vielfältigen Erlebnissen am Handfest-Büro. Die Organisatoren waren sich einig, dass die Fahrradtour im nächsten Jahr wiederholt werden sollte. Ghitta eine junge Frau, die gerade erst das Fahrradfahren erlernt hatte, meinte abschließend: „Es war ein ganz schöner Nachmittag. Alleine weiß ich nicht, wo ich fahren muss und heute habe ich wieder einige neue Menschen kennen gelernt!“





Sprache öffnet Türen

Neuankömmlinge können in der Stadtbücherei mit ehrenamtlicher Unterstützung erste Grundkenntnisse der deutschen Sprache erwerben, um sich im Alltag zu orientieren.

Dazu treffen sich die Flüchtlinge mit ihren Sprachpaten an zwei Vormittagen in der Bücherei. Dort haben sie die Möglichkeit über alltagspraktische Themen zu sprechen und gleichzeitig die Stadtbücherei als Einrichtung kennen zu lernen.

Darüber hinaus ermöglichen gemeinschaftliche Aktionen wie Kochen und Spielen Begegnung und unterstützen den Spracherwerb und das gegenseitige Kennenlernen.

Alltagsdeutsch in der Stadtbücherei Ahaus

  • mittwochs 10.00 - 12.00 Uhr

  • donnerstags 11.00 - 13.00 Uhr

Weitere Infos bei Angelika Litmeier, Freiwilligen-Agentur handfest unter Telefon 02561-95 23 33. Mo. – Fr. von 9.00 Uhr -12.30 Uhr und nach Terminabsprache.

 

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Über den Tellerrand

Füreinander kochen – miteinander essen – voneinander lernen!

Mit der kulinarischen Idee, füreinander zu kochen und miteinander zu essen, sollen Menschen aus verschiedenen Ländern näher zueinander finden. Das gemeinsame Kochen erleichtert die unmittelbare, zwischenmenschliche Begegnung. Gleichzeitig erfahren die Teilnehmer etwas über die landestypischen Sitten und Gebräuche der unterschiedlichen Kulturen und lernen voneinander

Einige freiwillig engagierte Küchenchefinnen bestimmen im Vorfeld die Nationalität auf der Menükarte. Alle anderen sind herzlich eingeladen, tatkräftig mitanzufassen oder auch über die Schulter zu schauen. Die Teilnehmerzahl ist auf vierzehn Personen begrenzt, wobei ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte angestrebt werden soll. Es wird eine Umlage von drei Euro erhoben. Die Kochtermine erfolgen nach Absprache.

Anmeldungen bei Ilona Lück, Freiwilligen-Agentur handfest unter Telefon 02561-95 23 33 oder per E-Mail info@handfest-ahaus.de