• Vorweihnachtliche Stimmung im Haus Noldes

Vorweihnachtliche Stimmung im Haus Noldes

 

20 Gäste aus dem benachbarten Ahaus machten sich auf den Weg nach Ammeloe, um im Haus Noldes eine Krippenausstellung mit besonderem Flair zu bewundern. Frau Huning begrüßte die Ahauser und erläuterte zunächst die Entstehung des Heimathauses. Das ehemalige Ladengeschäft Noldes, das seit 1880 existierte, musste 1972 schließen. Frau Elisabeth Noldes aber verpackte alles sorgfältig und bewahrte es sorgfältig auf. So konnte ab 1994 das Haus vom Heimatverein übernommen und renoviert werden. Fasziniert sind die Besucher immer wieder vor allem vom nostalgischen Lebensmittelladen und der alten Schänke. Man wird so leicht mit Erinnerungen in die Zeit der 50ger Jahre zurückversetzt.

Den Besuchern ging es aber in der Adventszeit vor allem auch um die Krippenausstellung mit ihren 85 Exponaten. 15 Helfer des Heimatvereins waren eine Woche lang mit der Aufstellung und Dekoration der ansprechend gestalteten Krippenlandschaft beschäftigt. Neben den Krippen aus unserer heimatlichen Umgebung gibt es auch Darstellungen aus Bolivien, Peru und Afrika. Beeindruckend ist vor allem die große Krippe aus der Kirche St.Marien in Gescher und die Krippe von Mario Kraus aus Haus Hall, die aus Fahrradteilen besteht und im letzten Jahr in Telgte prämiert wurde.

Den Abschluss bildete ein gemütliches Kaffeetrinken in der historisch anmutenden Küche im Schankraum des Heimathauses.

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Dezember täglich von 14-17 Uhr geöffnet.

 

 


Besuch in Winterswijk… Perle des Achterhooks

  • Besuch in Winterswijk… Perle des Achterhooks

 

Bei spätsommerlichem Wetter traf sich die Gruppe „Treff 55 plus“ aus Ahaus vor dem Rathaus in Winterwijk zu einem Gang durch die niederländische Nachbarstadt. Der Gästeführer Freimut – gebürtiger Deutscher – erläuterte zunächst die geschichtliche Enstehung des Bauerndorfes und seine Entwicklung zur Stadt mit fast 30.000 Einwohnern vergleichbar mit Ahaus. Es folgte ein Rundgang mit einer Führung durch die fast unscheinbare etwas versteckte Mennonitische Kirche und Erläuterungen zur Reformation im Achterhook. Der Gästeführer schmückte die Historie jeweils mit interessanten Geschichten aus und zog so die Ahauser gekonnt in seinen Bann. Der Rundgang führte weiter durch idyllische Gässchen mit den typisch niederländischen kleinen Häusern, die natürlich auch an die Bilder von Piet Mondriaans um 1900 erinnerten. Wiederum kamen Erzählungen und Geschichten aus der „Franzosenzeit“ nicht zu kurz. Auch die Textilindustrie – es gab mal 7 Firmen in diesem kleinen Ort - hinterließ hier ihre Spuren und wurde nach dem Niedergang durch andere, kleine Betriebe ersetzt. Der Rundgang endete für die Besucher am Markt im Ortsinnern mit seinen einladenden Cafes , Hotels und Geschäften… für manche zum Ausklang in eine der Eisdielen.

 

 


Ein Feuerwerk der Formen und Farben …Besuch im Dahliengarten

  • Ein Feuerwerk der Formen und Farben …Besuch im Dahliengarten

 

An einem sonnigen Vormittag besuchten Gäste der Gruppe „Treff 55 plus Kultur“ den Dahliengarten im Nachbarort Legden. Begrüßt wurden sie von Frau Fleige, die den Besuchern zunächst erzählte, wie im Jahr 2015 aus einem bisher brachliegenden Grundstück ein integrativer Begegnungsgarten für alle Generationen entstand.

Hauptattraktion sind drei Dahlienbeete, in denen die verschiedenen, weltweit gezüchteten Dahliensorten gezeigt werden. Von Mitte Juni bis Anfang Oktober blühen hier über 1.700 Dahlien, von den Wildformen bis hin zu den althistorischen Dahlien, ein Feuerwerk der Farben und Formen. Jede Sorte hat ihr eigenes Schild mit Auskunft über Name und Herkunft.

Das Ursprungsland der Dahlie ist Mexiko. Die eigentliche Entwicklung zur europäischen Kulturpflanze gelang aber erst im 19. Jahrhundert unter Mitwirkung von Alexander von Humboldt.

Zur Pflege der Dahlienbeete hat sich der Verein "Dahliengarten Legden e. V." gegründet. Dieses Team kümmert sich seit der Erstbepflanzung der Beete mit großem ehrenamtlichen Engagement um das Kulturgut Dahlie. Außerdem unterstützt es mit Tatkraft und Ideen Veranstaltungen im Dahliengarten.

Tief beeindruckt von der Farben- und Formenpracht wurden die Gäste aus Ahaus angeregt, im nächsten Jahr doch auch selber ein Dahlienbeet im eigenen Garten anzulegen.


  • Stadtführung durch Gronau

Stadtführung durch Gronau

Eine Gruppe von „Treff 55 plus Kultur“ traf sich zu einem historisch geographischen Ortsrundgang durch Gronau. Auf dem Bahnhofsvorplatz begrüßte der Stadtführer Georg Frieler die Ahauser Gäste und machte deutlich, dass man sich hier auf ursprünglich Eperaner Gebiet befindet. Herr Frieler erläuterte hier zunächst die geschichtliche Entwicklung der beiden Ortsteile Epe, urkundlich bereits 1188 erwähnt, und die der flächenmäßig relativ kleinen eigenständigen Herrschaft Gronau (grüne Aue) mit einer Burg ab 1365. Sie kam im 15. Jahrhundert an einen Zweig des Hauses Bentheim und wechselte 1591 die Konfession zum Reformierten Glauben, und das mitten im überwiegend katholischen Münsterland.

Ab Mitte des 19.Jahrhunderts entstand hier – wie an vielen Orten im Westmünsterland – eine blühende Textilindustrie, begründet vor allem durch die Familie van Delden. In den folgenden 100 Jahren entwickelte sich Gronau auch von der Siedlungsfläche her zu einer Stadt. 1980 endete mit dem Konkurs des van-Delden-Konzerns die Ära der Textilindustrie, die vielen Menschen hier Arbeit und Brot gegeben hat.

Herr Frieler zeigte uns die Geschichte der Gronauer Textilindustrie an verschiedenen eindrucksvollen Fabrikgebäuden, die zum Teil als technische Denkmäler restauriert und einer anderen Bestimmung übergeben wurden. Gekonnt eingebunden hat die Stadt Gronau mit Unterstützung des Landes die Industriebrache in die Gestaltung der Landesgartenschau 2003. Aber immer noch kann man hier auf Fabrikruinen treffen, die auf eine neue Widmung warten.

Trotz der Rivalität der beiden unterschiedlich geprägten Nachbarorte kam es 1975 zu einem kommunalen Zusammenschluss von Epe und Gronau zur neuen Stadt Gronau.

Zum Schluss der Führung ging es in die in den 70ger Jahren neu gestaltete Innenstadt von Gronau, damals ein Vorzeigeobjekt für Städtebauplanung, inzwischen sind aber Umgestaltung und Anpassung an veränderten Bedürfnisse dringend notwendig.

Die Teilnehmer bedankten sich bei Herrn Frieler für die eloquente und informative Führung, mit der für manche Ahauser die Stadt Gronau etwas näher gekommen sein mag.

 

 


  • Gartenträume im Frühling   Kulturgruppe

Gartenträume im Frühling Kulturgruppe

 

Bei sonnigem Frühlingswetter traf sich die Gruppe „Treff 55 plus Kultur“, um sich in Bocholt vom Garten „Paus & Zweil“ verzaubern zu lassen. Frau Dr. Paus begrüßte die Teilnehmer herzlich auf der Terrasse und erläuterte zunächst, wie sie und ihr Mann Haus und Grundstück vor ca. 15 Jahren vorfanden, und wie sie aus einem Handtuchgrundstück mit Obstbaumbestand nach und nach mit sicherlich viel Arbeit aber auch Sachverstand eine Gartenanlage mit ca.1400 qm herrichteten.

Anschließend führte Susanne Paus die interessierten Besucher durch den Frühlingsgarten.

Üppige Staudeninseln unter alten Obstbäumen, ein buntes Zaungärtchen, ein von Rosen und Clematis umrankter Pavillon, der Küchen- und Schnittblumengarten mit Viktorianischem Mauer-Gewächshaus und die „Vom Winde verweht Terrasse“ vermitteln Land-Liebe-Flair. Für Ferienstimmung sorgte das blau-weiße Gartenhaus am Teich. Den Schlussakt des berauschenden Frühlingsspektakels bildete die Zierlauch-Blüte in der Frühlingswiese, wo Hunderte violetter Blütenbälle über zartem Frühlingsgrün schwebten.

Zum Abschluss –oder auch zwischendurch – gehörte ein Tässchen Kaffee oder Tee am „Häuschen am See“, auf der „Denkerbank“ oder eine der anderen zahlreichen Gartenbänke dazu.


Abschied nehmen ...im Krematorium Enschede

  • Abschied nehmen ...im Krematorium Enschede

Weit über 30 Interessierte der Gruppe „Treff 55 plus Kultur“ machten sich auf den Weg nach Enschede, um sich im Krematorium ein Bild von den Möglichkeiten der Verabschiedung und Bestattung von Verstorbenen in den Niederlanden zu machen.

Begrüßt wurden die Besucher von Herrn Ludwig Terstriep, der die Gäste bei „koffie en cake“ auf deutsch über die Verfahren und Regelungen bei der Verabschiedung und Kremierung in Holland informierte. Dabei erläuterte Herr Terstriep einfühlsam aber auch sachkundig und zugleich respektvoll die unterschiedlichen rechtlichen Bedingungen sowie auch den mehr lockeren Umgang im Vergleich zu den bei uns gewohnten Beerdigungsriten. „ Es ist alles erlaubt, es darf nur nicht anstößig sein“, so Herr Terstriep. Im Krematorium gibt es verschieden gestaltete Verabschiedungsräume, die von den Besuchern je nach Größe der Gruppe genutzt werden können. Die Trauergruppe trifft sich dort und nimmt hier am Sarg vom Verstorbenen Abschied. Anschließend erfolgt am gleichen Tag die Kremierung. Die Urne mit der Asche des Toten wird dann mindestens 30 Tage dort aufbewahrt, bevor eine Urnenbestattung , eine Verstreuung der Asche auf einer Wiese oder auch eine Belassung im Kolumbarium am Krematorium gewählt werden kann. In den Niederlanden besteht –im Unterschied zu Deutschland - auch die Möglichkeit, die Urne mit zu sich nach Hause zu nehmen. Bei der abschließenden Führung durch das weiträumige parkähnlich gestaltete Gelände zeigte Herr Terstriep die verschiedenen Bereiche, so zum Beispiel das „Nirvana“, ein gestalteter Bachlauf, der den gläubigen Hindus zum Verstreuen der Asche im Flusslauf dient.

Zum Abschluss bedankten sich die Besucher bei dem deutschsprachigen Ansprechpartner für den sehr informativen und gleichzeitig einfühlsamen Vortrag und einer sachkundigen Führung durch das Krematorium.


Besuch im kult Vreden

  • Besuch im kult Vreden


Die Gruppe „Treff 55 plus Kultur“ besuchte das neue Museum kult in Vreden: „kultKultur und lebendige Tradition Westmünsterland“. Zunächst beeindruckte die Besucher die moderne Architektur, dominiert im Innern beim Eintritt durch hohe lichtdurchflutete Bereiche mit viel Sichtbeton.

Die anschließende Führung zeigte zunächst die Dauerausstellung „Grenze“ mit der Entwicklung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Lebens- und Arbeitswelt der Menschen im Westmünsterland und den Niederlanden, insbesondere in der Region Achterhoek. Originalexponate veranschaulichen dabei die Eigenheiten dieses Durchgangsgebietes zwischen Handel und Verkehr, Schmuggel und Gesetz, Glaube und Religion, Globalisierung und regionale Identität sowie gestern und heute.

Im Unterschied zum ehemaligen Hamalandmuseum beschränkt sich die Darstellung im kult auf wenige Exponate, die sich dann aber sehr anschaulich und akzentuiert dem Besucher präsentieren. Erklärende Texte in einfacher Sprache gewähren einen guten Einstieg. Volkskundliche und kunsthistorische Ausstellungsgegenstände aus dem Alltag der Menschen unternehmen eine Zeitreise über mehr als 1000 Jahre in die Vergangenheit.

Im oberen Bereich des Museums werden dann kirchliche Sakralgeräte aus den letzten Jahrhunderten gezeigt und erklärt, ebenso wie Paramente und Messgewänder, die auch einen Bezug zum ehemaligen Damenstift und zur Stiftskirche in Vreden herstellen.

Für die Besucher war die Führung mit unzähligen Informationen beeindruckend und zugleich ein Anlass, nochmals das Museum mit Zeit und Muße zu besuchen und auf sich wirken zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Auf der Flucht …

  • Auf der Flucht …


So heißt das Thema der Krippenausstellung, die eine Gruppe von „Treff 55 plus Kultur“ im Januar im Kloster Bardel bei Bad Bentheim besuchte. Auch die heilige Familie hat fliehen müssen, und so hat der Künstler Franziskus Welmer Krippen aufgestellt, die dieses Thema vielschichtig verdeutlichen: Kinder auf der Suche nach ihren Eltern, eine Familie mit Kind in einer Ecke eines zerstörten Hauses, die heilige Familie in den Favelas Brasiliens. Das sind nur einige Beispiele der gezeigten Krippen. Franziskus Welmer hat bei seinen Reisen durch viele Länder der Welt die landestypischen Krippenfiguren für sich entdeckt und dazu passend originalgetreue Landschaften inszeniert. Die Ausstellung besticht durch die Liebe zu vielen kleinen Details und öffnet dadurch den Blick in eine andere Welt, die doch so nah ist.


Die Besucher aus Ahaus hatten das Glück, von der Schwester des Künstlers, Veronika Welmer, eine Führung mit persönlichen Erläuterungen zur Herkunft und Geschichte der Ausstellungstücke zu bekommen. Die Ausstellung ist noch sonntags bis zum 31. Januar 2018 im Kloster Bardel bei Bad Bentheim zu sehen.


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